Man muss es einmal positiv betrachten, durch den Umstand das „Seeing Eye Dog“ auf den Markt kommt, wird Page Hamilton weiterhin die alten Kracher live darbieten, schließlich kann das neue Album als Alibi betrachtet werden, weiterhin auf Tour zu gehen. An die ersten vier Alben reicht aber auch der neueste Longplayer nicht im Geringsten heran, auch wenn „Seein Eye Dog“ sicherlich gelungener als die letzten beiden Ergüsse ausgefallen ist. Zu zerfasert, zu wenig Biss, alles irgendwie gewollt, aber letztendlich nichts richtig hinbekommen.
Valient Himself, Eidan Thorr, Dr. Professor Nitewolf Strangees, Sadat Thorr, Lucian Thorr… Was sich liest, wie die Besetzungsliste eines Mash-Ups zwischen der Rocky Horror Picture Show und Conan der Barbar, sind in Halbwahrheit die momentanen Austauschschüler vom Stern VALIENT THORR, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, uns Erdenbürger mit einem dreckigen Bastard aus Punk, Metal und ROCK in die Knie zu zwingen…
Konzertbericht Hamburg - Knust / 29.01.2009
„Diese verdammte Produktivität… Wohin mit all der Energie und meinen Songs?“, muss sich RANDY BRADBURY, seines Zeichens Bassist der MelodyCore-Urgesteine Pennywise, gefragt haben. Die Antworten gaben der Zufall und Freunde aus den Label-Umfeldern. So kann man den Mann jetzt in zwei Rollen auf einer CD erleben: Als Band in Personalunion unter dem Moniker 84 DAY SYNDROME und als Bassist von GLUE FACTORY.
Trotz Cartoon-Optik (die blanke Brüste und abgetrennte Gliedmaßen en masse zelebriert) und augenzwinkerndem Humor gab es, genau wie bei der Vorlage, keine Jugendfreigabe. So dürfen Erwachsene „Afro Samurai“ gerne zum kurzzeitigen Frustabbau zu Rate ziehen.
MIKE DOUGHTY ist einer dieser Künstler, der es nie geschafft hat, den geraden Weg zu gehen. Den meisten sicherlich noch als Frontmann der New Yorker Alleskönner-Band Soul Coughing bekannt, verlor der gute Mann im Jahre 2000 erst seine Band und dann seine Drogen. Es folgte die Quasi-Erlösung à la Johnny Cash, und Mike setzte sich in seinen Van und begann Akustik-Konzerte zu spielen, verkaufte dabei seine CDs aus dem Kofferraum und nahm einige Alben und EPs auf, die in unseren Breitgeraden nie offiziell erschienen.
“Living In A Shack In The Mountains Commanding A Legion Of Birds”
„Ich möchte die Leute nicht in die Irre führen. Wenn Ihr nach den nächsten RAGE AGAINST THE MACHINE sucht: “Dont look here!”.“