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Musik

In Mourning – Shrouded Divine

Hinter der mehr als unscheinbaren Fassade der selbst gebrannten Promo-CD (inklusive eines schlecht kopierten Handzettels) hält sich eine Perle versteckt, mit der man so nicht rechnen konnte. Was IN MOURNING mit „Shrouded Divine“ vorlegen, ist nichts anderes, als das melodische Death-Metal Highlight des beginnenden Jahres, an dem sich alle anderen messen lassen müssen!

Aber halt! Auch wenn hier von melodischem Death-Metal die Rede ist und die Band dazu noch aus Schweden kommt, haben wir es hier nicht mit dem dreihundertzwölfigsten Aufguss des IN FLAMES oder SOILWORK Sounds zu tun. Nein, wenn man schon Vergleiche ziehen muss, dann am ehesten mit OPETH. Von diesen nehmen IN MOURNING die Heavy und Akustik-Parts gleichermaßen und werfen noch eine Prise PINK FLOYD, ARCH ENEMY und einen Extra-Schuss THE OLD DEAD TREE hinzu. Was dabei heraus kommt ist nichts anderes, als die spannendste Symbiose aus allen Welten der harten Rock-Musik. Die harten Parts sind heavy, die Growls wirklich böse, der cleane Gesang elfenhaft, die Gitarrenarbeit ist abwechslungsreich und absolut zwingend (hier macht es sich bezahlt, gleich drei fähige Gitarristen in der Band zu haben), die Schlagzeugarbeit voller Variantenreichtum und das Songwriting dermaßen selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben, dass einem förmlich die Spucke weg bleibt. Trotz der proggigen Atmosphäre der Platte, sind die einzelnen Parts nie Spielerei oder bloßes zur schau stellen der eigenen Fähigkeiten, sondern gehören einfach dahin.

Es hat sich tatsächlich gelohnt, dass die Band erst einmal an sich gearbeitet hat (seit 2000 spielen sie zusammen und haben in der Zeit fünf Demos eingespielt), während viele andere Gruppen ihre mittelmäßigen Ergüsse gleich auf den Markt schmeißen. Auch die Produktion ist hervorragend gelungen, denn allen Instrumenten wird genügend Spielraum zur freien Entfaltung gegeben und diese lassen sich hervorragend aus dem Gesamt-Mix herausfiltern. Über all dem schwebt ein leicht analoger Charme, der den Songs sehr entgegen kommt. Daraus sollte man aber nicht schließen, dass der Sound nicht richtig rein knallen würde. Ganz im Gegenteil! Man höre sich nur einmal den Hammer-Song „Grind Denial“ an.

Was andere Bands erst mit ihrer dritten oder vierten Scheibe erreichen konnten, schaffen diese Alleskönner gleich mit ihrem Debüt! Beängstigend. Entweder haben die Jungs noch eine große Karriere vor sich, oder aber sie haben ihr Pulver gleich mit ihrem ersten Release verschossen. Das will ich aber nicht hoffen und freue mich auf viele weitere Jahre mit diesen Ausnahme-Talenten!

Weiterführende Links:

www.inmourning.net

www.myspace.com/in_mourning

Rating:

★★★★★

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