Konzertbericht – Hamburg / LOGO 21.06.2008
GIRL TALK machen (macht) uns den RADIOHEAD und geben ihre neueste CD (wer über 10 $ zahlt bekommt nach Erscheinen auch den physischen Tonträger zugeschickt) in die Hände der freien Marktwirtschaft. Wer gar nichts zahlen will, braucht nicht zu zahlen und bekommt die Tracks trotzdem in einer Bitrate von 320kbps präsentiert. Wer mehr als 5 $ zahlt bekommt einen seamless Mix der Tracks dazu, also insgesamt ein mehr als faires Angebot.
Mr. Gillis nimmt Tracks aus den verschiedensten musikalischen Richtungen und baut diese zu einem neuen Ganzen zusammen. Das bewirkt des Öfteren ein freudiges Lächeln des Widererkennens, ein anderes Mal ein Kopfschütteln ob der Unverfrorenheit des Künstlers. Aber eines steht immer im Vordergrund: Der Spaß an der Sache und unheimliche Mixing- und Production-Skills. Das Ganze funktioniert am Besten am Stück gehört (auch die vom Künstler favorisierte Herangehensweise) und könnte auf kommenden Partys dem auflegenden DJ eine zünftige Auszeit bescheren, denn eines ist sicher: Das Partyvolk wird Amok laufen!
“Confusion of Tongues”, die babylonischen Sprachverwirrung. So wird denn auch der Turmbau zu Babel (auch die erste EP von 2003 trug schon den Titel „The Babel Concept“) gleich bei der Covergestaltung thematisiert, auch wenn wir Douglas Adams Fans (BA’AL haben es ja eher mit Bertold Brecht) wahrscheinlich eher den Babelfisch vor unserem geistigen Auge sehen…Aber genug des unnützen Geschwafels, schließlich soll es hier um die musikalische Seite der Thüringer („Thuringians“ sagt der englische Promi-Schrieb…wieder was gelernt) –Dampfhammer-Death-Trasher gehen.