Archive for January, 2009

Defeater – Travels

Defeater – Travels

Selten hat mich ein Release aus diesem Bereich derart überzeugt, bringen DEFEATER doch Einflüsse der großen amerikanischen Novellen mit zeitlosen Poeten wie BOB DYLAN („No Direction Home“ aus „Like a Rolling Stone“ wird unter anderem zitiert) mit anspruchsvollen Hardcore zusammen. Wann gab es zuletzt ein „Quasi-Konzeptalbum“ in diesem Bereich? Jay Maas ist der Willy Vlautin der Hardcore-Szene, sowie DEFEATER dementsprechend die RICHMOND FONTAINE ebendieser sind. Fantastisch und einfach nur empfehlenswert!

Interview SKINDRED (Benji Webbe)

Interview SKINDRED (Benji Webbe)

„Ach weißt Du, ich glaube jeder muss schwere Zeiten durchmachen. Plattenfirmen sind ein notwendiges Übel. Sie sind wie Mädchen: Wenn Du sie kennen lernst, dann hängen Sie an Deinen Lippen, besuchen die Shows und rufen Dich an. Bist Du einige Jahre in der Beziehung: Keine Zeit! Ruf später an! That’s the way it is, that’s the way it is, that’s the way it is… Fuck. Für Bands, die nicht durchstarten und ihnen Millionen von Pfund bescheren? That’s the way it is! Und ich war nie in der Situation, in der ich der Plattenfirma Millionen von Pfund beschert hätte, also bin ich immer der Typ am Telefon: Tom! It’s me! Tom! It’s me!
„Keine Zeit! Ich rufe zurück!“.“

Tomcat Royale – ST

Tomcat Royale – ST

Kinners, Kinners… Ganz schön weit zurück in die glorreichen Indie-Neunziger katapultiert uns das rockend-treibende Duo Diavolo (Drums) und Angelo (Gesang und Saiten), also known as TOMCAT ROYALE (auch wenn ´Diavolo und Angelo´ einen nicht abzustreitenden Charme gehabt hätte). Die beiden jammen schon seit dem erwähnten Jahrzehnt immer mal wieder zusammen und konnten sogar einen Song unter dem Moniker Gnezl Drei bei der Hardcore Institution Ebullition Records unterbringen.

TONAIR – Back In The Nineties

TONAIR – Back In The Nineties

Das alles wird sehr sympathisch und professionell vorgetragen, kommt jedoch, Stil bedingt, ohne allzu viele Ecken und Kanten daher. Womit wir vielleicht beim einzigen Kritikpunkt wären, denn während der Spielzeit wird der Zuhörer selten richtig gepackt, alles fließt, alles hat seinen Platz, aber irgendwie hat man alles schon irgendwo anders auf dem großen Marktplatz der Musikgeschichte gehört.

THE GLAM – All The Universe

THE GLAM – All The Universe

Wenn alles Marketinggewäsch dieser Welt nicht mehr weiter weiß, wird kurzerhand Glamrock zum neuesten ´Hot Shit´ erklärt. Da nennt sich eine ambitionierte Band aus Hamburg einfach mal (´augenzwinkernd´ nennt es die Bandbio) THE GLAM, vergisst aber dabei, dass die Optik eher an eine drittklassige Emo-Band erinnert…