THE COMPUTERS lassen sich eigentlich recht schnell auf den Punkt bringen: The Hives oder die Turpentines auf Speed, bis an den Hals tätowiert und betrunken durch die Gegend torkelnd! Songtitel wie ´Teenage Tourettes Camp´, ´Love The Music, Hate the Kids´ oder ´Please Drink Responsibly´ sollten auch dem letzten klarmachen, dass wir es hier nicht mit musikalischen Feingeistern zu tun haben.
Da denkt man immer wieder, dass der Bereich des riffbetonten Stoner-Rocks eigentlich komplett abgegrast wäre und schon biegt eine weitere Band um die Ecke, die es tatsächlich schafft, dem neuerungsresistenten Genre eine leichte Frischzellen-Kur zu verpassen. Und wie könnte es anders sein, kommt besagtes Orchester natürlich aus dem Land, indem die Rock-Gene schon mit der Nabelschnur ausgeteilt werden: Schweden.
Die Gitarre gniedelt, das Wah-Wah brennt, die Drums poltern, der Bass macht auf Geezer Butler und Eddie Glass sprech-singt seine intergalaktischen Lyrics. Die Wüste bebt! Die Live-Situation kommt den Songs zugute, die musikalische Klasse scheint an jeder Ecke durch, das Feeling stimmt. Fans des durchgängigen Gitarrengewitters, sowie Freunde illegaler Substanzen, stimmen unisono ein: Ein Fest für beide Ohren!
´Hoch hinaus, Träume tragen fort, Alles stirbt, was Seele hat, lass Welten zurück, Stück für Stück. Töne in den Ohren, der beste Klang verhallt. Der Gedanke in Flammen abgeschmiert, nur ein Moment genügt und Du bist alt.´ Der Tonträger, der einem helfen könnte, die trübe Jahreszeit lebend zu überstehen!
Aber was erzähle ich da: alle fünf Songs sind großartig. Eine derart große Hitdichte haben höchstens die Descendents vorzuweisen, auch wenn diese nur bedingt mit DEAD TO ME zu vergleichen sind.