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Artist: BLACK RUST

Title: Medicine & Metaphors

Label: Strange Ways / Indigo

VÖ: Out Now

Rezension erstmals erschienen im Legacy 59

(c) www.legacy.de

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Musik

BLACK RUST - Medicine & Metaphors

BLACK RUST - Medicine & Metaphors

Gleich bei dem ersten Kontakt (Support von Laura Imbruglia) haben sich BLACK RUST (deren Name durch und durch von seiner Erlauchtheit Neil Young inspiriert wurde) in das knorrige Herz des Rezensenten gespielt und sich fortan für mehr empfohlen. Und so wurde auch das vorliegende Debütalbum mit Spannung, andachtswürdiger Atmosphäre und feuchten Händen (und Augen) erwartet. Und welch Freude! „Medicine & Metaphors“ ist sicherlich eines der gelungensten, schönsten, nachdenklichsten Alben der neueren deutschen Musikgeschichte. Die fein ausgearbeiteten Songpreziosen wurden unter der Ägide vom Sophia-Kopf Robin Proper-Shepard in Hamburg und London aufgenommen, komplett von der Band selbst finanziert. Eine Vision, ein Ziel! Und das Ergebnis? Hits, Hits, Hits! `Everything’s Fading`, `New Year´s Day` und der Siegertitel eines jeden Wunschkonzerts der Herzschmerzfraktion `Heartache Now!` sorgen für mitwippende Füße und seliges Lächeln beim Zuhörer. Werden dann noch treibende Instrumentalparts in eigentlichen Tearjerkern versteckt (wie beim wunderschönen `Overdose`) und einsame Klavierballaden mit umschmeichelnden Streicherparts und Hörnern veredelt (`Silent Lament`), dann kann man wirklich nur den Haupt vor der Konsequenz des Ahlener Fünfers neigen. `Marlene` beschließt den 13 Titel langen Reigen kongenial und bündelt alle Trademarks der potenten und kompetenten Songschreiberkunst von BLACK RUST. Einen Ryan Adams sollte dieser Track sicherlich die Tränen in die Augen treiben! Texter und Sänger Jonas Künne kann seinen weichen Gesang auf eine kuschelige Decke aus charakteristischen Stehbass, konzisen Drumming und allerhand Instrumentarium auslegen und umschifft damit die größte Klippe des Americana-Sounds: Beliebigkeit! BLACK RUST klingen einen Moment skandinavisch, dann wieder amerikanisch, um im Endeffekt nach sich selbst zu klingen. Wunderbar! `So I’m running through these empty streets, too fucked up to sleep… Where did it all just fade away? Why is the sun so hard to keep?` Simply wonderful!
13 Punkte (von 15)

Black Rust - New Year´s Day
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Rating:

★★★★½

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