Artist: COMECLOSER
Title: Distance
Label: Day By Day Records / In Our Hands
VÖ: Out Now
Rezension erstmals erschienen im Legacy 59
(c) www.legacy.de
Weiterführende Links:COMECLOSER befinden, dass Emo und Screamo seit 2008 nicht mehr cool sind und veröffentlichen trotzdem eine Scheibe, die sie selber guten Gewissens in diese Schublade einsortieren würden. Davon einmal abgesehen, dass man die musikalische Kategorisierung vielfältig interpretieren kann (Emo? Rites of Spring? Hey Mercedes? Schwarze Haare? Screamo? Ebullition? Myspace? Oder doch Metalcore? Eine unendliche Geschichte!), ist die Selbsteinschätzung durchaus gerechtfertigt und goutierbar. Was aber wirklich für den Angeklagten zählen sollte ist, der erfreuliche Umstand, das „Distance“ sieben durchaus gelungene Beispiele emotionalen Hardcores enthält (wollen wir es einmal so nennen!). Auch das COMECLOSER sich vielen neuen Einflüssen verschließen (keine gesichtslosen cleanen Vocals! Keine allzu derben Breakdowns!) und lieber old-schoolig sing-schreien (hence Screamo), treibende Beats und flirrende Gitarrenlinien verwenden, macht die Stuttgarter um einiges sympathischer, als der böse drei guckende und kickboxende Rest! Mit viel Herzblut und musikalischem Können sollte sich die vegetarische Bande in die Herzen der darbenden Freunde des späten Neunziger Sounds spielen können. Wenn man dem Rezensenten eine gelungene Mischung aus altem Revelation-Sound und Boysetsfire der mittleren Phase kredenzt, (man höre sich einmal `Count Me Out` an) hat man vieles richtig gemacht und wird dementsprechend mit einer freundlichen Punktzahl bedacht! 10 Punkte (von 15)
ComeCloser - Live for Nothing (Live)
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