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Ort: Hamburg / Sporthalle

Datum: 13.02.09

Artist: Rise Against

Title: Appeal to Reason

Label: Geffen / Universal

VÖ: 10.10.2008

Written for: www.stardust-magazin.de

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Interview RISE AGAINST (Tim McIlrath)

Interview RISE AGAINST (Tim McIlrath)


„Ich möchte die Leute nicht in die Irre führen. Wenn Ihr nach den nächsten RAGE AGAINST THE MACHINE sucht: “Dont look here!”.“

Hamburg im Ausnahmezustand… Junge Mensche pinkeln wild gestikulierend an ahnungslose Automobile, Döner-Wirte preisen lauthals Dosenbier an und schwarz scheint, die alles dominierende Farbe zu sein. Nein, wir sind hier nicht in Wacken, auch nicht bei Pink Pop… RISE AGAINST haben mal eben 7000 Fans in der Akustik-Hölle namens „Hamburger Sporthalle“ versammelt und ein, einige Hundert Meter langer, Trek gen den Ort des Geschehens dominiert das Straßenbild… Also schnell vorbeigehuscht und den stillen, sittsamen Ausnahme-Sänger Tim McIlrath zu den Geschehnissen befragt. Read the „Sign o´ The Times“!

Seid Ihr genauso überrascht, wie Eure Booker, vom Run auf die Tickets gewesen?

Ja! Absolut! Das wird heute Abend in Hamburg unsere größte Show ever in Deutschland werden, 7000 Leute, ausverkauft, overwhelming… Als wir anfingen, die Tour zusammenzustellen, sagte man uns: “Wir werden Euch an diesem Ort spielen lassen.” Und wir sagten nur: “Nein, bitte nicht”. Wir bekamen als Antwort: “Doch, doch! Die Leute wollen Euch sehen, es gibt eine große Nachfrage.” Ich war da ja eher skeptisch eingestellt und niemand möchte vor halbleeren Rängen spielen, das macht einen nur depressiv (lacht). Ich spiele lieber vor 1000 Leuten in einem pickepacke vollen Raum, als vor 2000 Kids in einer 10.000er Halle, this sucks, weißt Du? Wir sind wirklich von der ganzen Situation regelrecht überrascht worden und das auf die ganze Tour bezogen, alle Shows sind Sold-Out. Es ist wirklich unglaublich…

Hast Du eine Ahnung, warum Euch das gerade jetzt passiert?

Wir alle haben unsere Theorien, weißt Du, aber keiner hat eine richtige Erklärung… Ich glaube, dass die Art von Musik einfach explodiert ist, weil sie einfach eine lange Zeit nicht richtig vorhanden war. Wenn es um Musik geht, die die Probleme dieser Welt anspricht, haben wir einfach keine richtige Konkurrenz, hier, 2009. Ich wünschte wir hätten, es sollte mehr Bands geben, die so was machen, aber Fakt ist: wir haben keine Competition. Wenn Du heute ein Kid, wütend auf die tumultartigen Zeiten bist und dann das Radio anmachst und einen Künstler hörst, der Dich anspricht, Deine Gefühle versteht, dann sprechen Sie darauf an, identifizieren sich damit. “I think the world is creating our fanbase for us.” Aber das ist natürlich nur eine Theorie! (lacht)

Letztens habe ich mit einem Tourmanager aus den Staaten über Euch gesprochen und dieser war darüber erstaunt, dass 14jährige Kids mit Euren Shirts herumliefen und Eure Songs, am Pool liegend, singen… Glaubst Du, dass die Kids Eure Message verstehen oder einfach nur auf Euch abfahren, weil Ihr eine coole Punkband seid?

Ich denke, beides ist irgendwie richtig. Es ist lustig, weil jemand Al Jourgensen von MINISTRY die gleiche Frage stellte, weil dieser in letzter Zeit ja auch immer politischer wird und er nur zur Antwort gab: “Fuck No! They dont get it!”. Daran liegt etwas wahres, vieles stößt auf taube Ohren und fliegt über die Köpfe der Zuhörer hinweg. Das lässt sich bei Musik kaum vermeiden, aber ich denke, dass jeder, der etwas versteht, das alles wieder aufwiegt und die Anstrengungen wertvoll macht. Du entdeckst die Musik, weil Du gerne Skate- oder Snowboard fährst, Work-Out machst oder wasauchimmer, dann setzt Du Dich hoffentlich ein wenig näher mit der Musik auseinander… Hörst vielleicht einen Song im Radio und findest ihn catchy, kommt zum Konzert, siehst die anderen Leute, denkst: Was hat das mit den ganzen Leuten auf sich? Darüber will ich mehr erfahren! Darum geht es, das ist die Hoffnung, die ich habe. Ich weiß nicht, ob die Leute es verstehen, aber ich höre von vielen unseren Fans, dass sie es verstehen, that makes it all worth it, you know?

Im Booklet zu “Appeal To Reason” gebt Ihr einige Tipps, was Bücher oder Filme angeht. Fühlt Ihr Euch wohl damit, oder ist es eher nicht “Preaching to the people”?

Ich glaube, wenn Du so etwas einfach ins Booklet schreibst, kann man das noch nicht als Predigt umschreiben… Es ist ja nicht so: “Du musst das Lesen! Du musst das Lesen!”. Der Grund, warum wir so etwas machen ist ganz einfach der, dass eine Nachfrage besteht. Wir bekommen dauernd die Frage: “Was lest Ihr? Welche Filme guckt Ihr Euch an? Was inspiriert Euch? Warum habt Ihr diesen Song geschrieben? Welche Musik hört Ihr? Warum seid Ihr wütend auf diese oder jene Sache?”. Und ich sage meist: “Oh, ich habe dieses Buch gelesen, jene Dokumentation gesehen, darauf hin schrieb ich diesen Song”. Außerdem gibt uns das einen Anlass mit unseren Fans zu reden. Ich bin 30 Jahre alt, wenn ein 16jähriger auf mich zukommt und mit mir reden will, haben wir eigentlich nicht viel gemeinsam, ein wenig: Ja. Wir lieben beide die Musik, trotzdem sind da einige Jahre Unterschied. Wenn Du dann über “Brave New World” von Aldous Huxley reden kannst, weil Dein Gegenüber das Buch gerade gelesen hat, dann kannst Du an einer aufregenden Zeit “in that Kids life” teilhaben, weil er von den neuen Erfahrungen förmlich umgeblasen wird. Ich liebe es einfach, über solche Sachen zu sprechen. Es ist cool, es funktioniert, die Leute entdecken die Bücher, also bin ich stolz darauf, das erreicht zu haben.

Und solche Sachen, wie der PETA-Flyer? Kommen die Leute auf Euch zu, oder geht so etwas von Eurer Seite aus?

Ein bisschen von Beiden. Wir arbeiten mit ihnen zusammen und suchen immer neue Wege, das zu tun. Schon beim letzten Album war das so, dort war ebenfalls ein Flyer in der Initialpressung und so war es auch dieses Mal.

Glaubst Du denn, dass Pop-Musik noch immer Fundament einer kulturellen oder sozialen Revolution sein kann?

Ich weiß nicht, ob Pop-Musik das kann! Punk könnte es…

Ja, aber Euer Punk hat Melodien, ist catchy, ihr spielt vor 7000 Leuten, es ist also “populär”…

Ja, ja, ja… Es ist populär, aber es ist immer noch schwer für uns zu verstehen, wie das passieren konnte. Aber ich glaube, dass Musik diese Kraft haben kann, ich bin der lebende Beweis dafür. Die Bands, die ich als Heranwachsender gehört habe, haben mich als Person definiert, mich zu der Persönlichkeit gemacht, die ich heute bin. Als lebendes Beispiel weiß ich, dass so etwas funktioniert, deswegen denke ich, dass es unseren Fans nicht anders gehen wird.

Da Ihr nun einmal eine politische Meinung habt, werdet Ihr viel danach gefragt. Bist Du manchmal davon genervt und möchtest einfach nur über die Musik sprechen?

Ja, es ist lustig, das wir so darauf reduziert werden, dass lässt sich wohl auf den Umstand zurückführen, den wir zu Anfang schon angesprochen hatten: Wir sind nun einmal eine der wenigen Bands, die sich dahingehend äußert. Aber jeder, der sich wirklich mit dieser Band auseinandersetzt weiß, dass es eine Menge Songs gibt, die überhaupt nicht politisch sind! Es ist eigentlich immer Halbe, Halbe auf unseren Platten. Wenn ich an politische Bands denke, kommen mir RAGE AGAINST THE MACHINE, BAD RELIGION, ANTI-FLAG in den Sinn, die fast ausschließlich solche Themen ansprechen. Bei RISE AGAINST gibt es viele verschiedene Arten von Songs, einige sind politisch, andere überhaupt nicht. Aber es stört mich nicht, über Politik zu reden, mit macht es Spaß, es freut mich, dass ich bei unserer Fanbase was erreichen kann. Aber ich zögere damit, uns als politische Band zu bezeichnen, das erscheint mir wie “False Advertising”. Schau Dir unsere Single “Audience Of One” an oder “Ready To Fall”, die sind überhaupt nicht politisch. Ich möchte die Leute nicht in die Irre führen. Wenn Ihr nach den nächsten RAGE AGAINST THE MACHINE sucht: “Dont look here!”. Es gibt Bands, die es bestimmt sein wollen, wir nicht. Es gibt so viele verschiedene Seiten an unserer Band, die einfach von dem Slogan “Politik” überschattet werden.

Meinst Du, dass ein Song wie “Hero Of War” weiterhin geschrieben werden muss? Kann Obama wirklich etwas verändern?

Die menschliche Natur kann sich so schnell einfach nicht ändern. Amerika leidet unter einer regelrechten Amnesie, was Geschichte betrifft: Wir vergaßen Vietnam und sind in den Irak gezogen. Es gibt eine Wiederholung solcher Dinge, was amerikanische Außenpolitik betrifft. Dieser Song wird uns auf jeden Fall noch lange begleiten. Er sollte als Gegenpol zur Glorifizierung des Krieges dienen, denn Amerika neigt dazu, Kriege als edel darzustellen. Amerika zeigt seinen Menschen nicht die dreckigen, inhumanen Seiten des Kriegs. Es gibt in Amerika das Gesetz, dass man keine Särge fotografieren darf, die mit der amerikanischen Flagge bedeckt sind. Man will den Amerikanern nicht die Särge zeigen, weil man ansonsten den Krieg verlieren würde. Lieber zeigt man Soldaten, die irakischen Kindern Candy geben, wie sie eine gute Zeit haben, weil wir doch alle Freunde sind… Der Krieg hat eine beschissene Seite und wenn wir diese Seite darstellen, werden sie hoffentlich etwas mehr darüber nachdenken, einfach so in den Nächsten zu ziehen. Du musst Entscheidungen treffen, die Dein weiteres Leben von Moment zu Moment verändern können, dass müssen wir den Menschen deutlich machen.

Wenn Du Dir die Rezession vor Augen hältst, denkst Du dass die ökologischen Denkweisen wieder in den Hintergrund geraten?

Das Problem ist, dass viele Menschen noch nicht richtig verstanden haben, dass Economy und Ecology tief miteinander verzahnt sind. Die grüne Revolution ist nicht dazu da Geld zu verschwenden, sie ist dazu da, die Prioritäten der Industrie zu verändern, damit diese langfristig bestehen kann. Irgendwann wird dieser Umstand einfach unabwendbar für die Industrie werden…

So much for politics, now: Business. Ihr wart recht früh vorne mit dabei, wenn es darum ging, Tracks für Videospiele zu lizenzieren. Habt Ihr, von Anfang an, dass Potential dahinter erkannt?

„Like The Angel“ von dem Album „Revolutions Per Minute“ war unser erster Titel, den wir für „Tony Hawk“ vergaben. Damals waren Games erst dabei, zu dem Business zu werden, welches sie mittlerweile sind. Wir dachten damals nur: Great! Tony Hawk! Skateboarding! Aber Tony Hawk wurde ein großer Erfolg und wir bemerkten, dass wir auf einmal viel mehr Besucher auf unseren Shows hatten und die gerade bei diesem Titel mitsingen konnten. Da wurde uns klar, dass wir durch dieses Videospiel eine Menge Leute auf uns aufmerksam gemacht haben. Wir hatten ein Video zu einem anderen Titel gemacht, aber das wurde kaum beachtet. Dieses Lied wurde einfach zu unserer Single erklärt, nur wegen „Tony Hawk“. Und selbst bis heute bekommen wir noch Fans dazu, alles nur wegen dieses einzelnen Spieles. Mittlerweile ist die Videospiele-Industrie die größte Entertainment-Industrie, „except for Porn, maybe“. Es ist größer als Filme, als Musik… Uns wurde damals klar, dass wir dadurch zu Bevölkerungsschichten durchdringen, die sich sonst nie mit uns befasst hätten, die vom Fernsehen oder Radio einfach nicht erreicht werden. Und mit „Guitar Hero“ hat sich das Ganze dann noch einmal bewahrheitet. Unsere Band explodierte danach noch einmal richtig! Das Potential ist wirklich unglaublich. Aber es gibt auch eine Menge Spiele, denen wir eine Abfuhr erteilt haben. Wir wollen nicht teil eines verrückten Shoot-Em-Up-Games sein, Grand Theft Auto, solche Sachen, da wollen wir nicht Teil des Soundtracks sein. Wir machen harmloses Zeug, das Spaß macht.

Seid Ihr eigentlich immer down to earth, oder mögt Ihr manchmal auch „To Party Fucking Hard“, wie PROPAGANDHI so schön zu sagen pflegen?

(lacht) Wir haben definitiv manchmal eine gute Zeit… (grinst)

Welche Bands bewunderst Du heute noch dafür, dass sie ihren Idealen treu geblieben sind?

Gerade STRIKE ANYWHERE, die uns im Moment begleiten, oder die von Dir erwähnten PROPAGANDHI… Bands wie NOFX, PENNYWISE, BAD RELIGION, neuere Bands wie THE BRONX, GALLOWS, BILLY TALENT. Es gibt wirklich eine menge hörenswerter Musik da draußen, weißt Du. Es könnte zwar mehr sein und Du musst Dich durch eine menge Dreck graben, bis Du es findest… Es gibt soviel… aber gute Musik existiert.

Die letzte Platte, die Dich umgehauen hat?

TORCHE, kennst Du die? Die sind cool, ich habe zwar nur einen Song gehört, aber gleich gedacht: Das ist verdammt gut! Die sind sehr Underground, kommen aus der Stoner-Rock-Ecke. Aber sie haben kurze, zwei Minuten Songs, es ist alles ein bisschen schneller, hat aber diesen dreckigen, fleischigen Gitarrenklang… Es ist nicht einfach Verse-Chorus, es geht alles durcheinander. Außerdem klingt es richtig Vintage, so wie QUICKSAND, Neunziger-Sound. Aber die letzte THE BRONX Platte hat mir auch imponiert.

Und Filme?

Eigentlich bin ich ja eher so der Dokumentations-Typ, Kriegsdokumentationen, die auch das Entstehen von „Hero Of War“ beeinflusst hatten. Aber ein lustiger Tipp ist: „King of Kong“. Es ist eine der besten Dokus ever! Unser Bass-Tech, der auch für MY CHEMICAL ROMANCE gearbeitet hat, erzählte uns, dass sie den Typen zu Ihrer Show eingeladen hatten, weil sie auch so beeindruckt waren…

Gibt es schon Pläne für ein nächstes Album?

Nein, aber wir haben während der letzten Session ein paar Extra-Songs aufgenommen, die in verschiedenen Formen noch das Licht der Welt erblicken werden. Wir planen auf jeden Fall ein paar 7-Inches, vielleicht ein paar Splits, auf jeden Fall Vinyl. In den UK wir auf jeden Fall schon einmal eine Split mit Anti-Flag heraus kommen, aber dem Internet sei Dank ist das ja heute kein Thema mehr.

Seht Ihr denn noch eine Zukunft für die Musikindustrie oder werden sich die Bands in Zukunft selbst managen?

Auf jeden Fall muss die Industrie sich neu erfinden, die Formel mit der jetzt noch gearbeitet wird, wird sich in Luft auflösen. Es wird einen anderen Weg geben müssen, aber es ist einfach schwer zu sagen, obwohl es interessant ist. Wer weiß, wer weiß… Auf jeden Fall wird der Wert der Musik vermehrt im Live-Bereich eingefahren, denn wenn keiner mehr Musik kauft, werden die Tickets eben teurer… Was auch im Moment schon so passiert, denn das ist der einzige Weg, um Geld zu verdienen. Wir versuchen die Preise stabil zu halten und verlangen sicherlich keine exorbitanten Preise, wenn man uns mit anderen Bands vergleicht. Wir machen auch oft Benefiz-Konzerte, oder geben einen Teil unseres Profits an gemeinnützige Organisationen ab. Aber hohe Ticketpreise werden unvermeidlich werden… Ein Punkt, über den die Leute sich immer aufregen… Ich denke, dass illegales Downloaden nicht per se verkehrt ist. Es ist wie: Du kaufst Dir ein neues Fahrrad, lässt es auf dem Rasen stehen und am nächsten Morgen ist es weg. Wessen Fehler war das jetzt? Eigentlich ist es Deine Schuld, weil Du es draußen gelassen hast, aber muss man es Dir denn gleich klauen. Verstehst Du, was ich damit sagen will? Wenn die Musik „Da“ ist, nehmen sich die Leute es. Ich verurteile nicht die Leute, die es sich nehmen. Aber die, die sich über die hohen Preise beschweren, tragen eine Mitschuld daran.

Aber offensichtlich bezahlen die Leute, die geforderten Preise…

Ja, richtig! Die Konzert-Industrie war noch nie so groß wie jetzt, wir spielen unsere größten Shows gerade jetzt. Es ist verrückt, also mögen die Leute immer noch Musik.

Wo siehst Du Dich selbst in zwanzig Jahren?

(lacht) Ich weiß es nicht! Die nächsten zehn Jahre kann ich mir vorstellen, weil unsere Freunde in BAD RELIGION, PENNYWISE, NOFX, NO USE FOR A NAME im Moment so alt sind. Bei denen funktioniert das immer noch, sie sehen gut aus, es klingt immer noch gut, warum nicht? Zwanzig Jahre kann ich mir deswegen noch nicht vorstellen… Unsere Musik ist so intensiv, es fordert Dir körperlich einiges ab. Du kannst nicht einfach auf einem Hocker sitzen und vor Dich her singen. Es fordert eine Menge von uns…

Vielleicht RISE AGAINST Swing-Versionen?

Ja, die Jazz-Lounge-Version! Wer weiß!?

Thanks!

My Pleasure!

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Discussion

One comment for “Interview RISE AGAINST (Tim McIlrath)”

  1. I love you tim.I love you so much. I love rise against couse its the music that makes me who I am. Your music helps me in every difficult situations. RISE AGAINST ♥

    Posted by Tim mcilrath | July 5, 2010, 21:33

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