Marching Band, eine Band die höchstens durch die Schokoladenfabrik von Willie Wonka himself marschiert, denn an dieser Band ist alles süßlich, aber nicht überzuckert, niedlich, aber nicht putzig, verträumt und zugleich überaus aufgeweckt!
Und woher kann so eine Musik nur kommen? Natürlich wieder einmal aus Schweden, dem unermüdlichen Quell musikalischer Qualität und überbordender Spielfreude! Nimmt man dann noch zur Kenntnis, dass die fein ausgearbeiteten, zart schimmernden Songs von zwei einsamen Schöngeistern erdacht und instrumentiert worden sind, kann man nur anerkennend das Haupt neigen (Flight of the Conchords auf schwedisch? Nicht ganz, wir sind hier ja nicht bei Lebenszerschmetternder Dramedy!). Und hier regiert nicht der spröde Laptop-Folk (dazu ist das Ganze auch zu warm und heimelig produziert), sondern das volle Indie-Rock-Instrumentarium, welches um diverse Facetten erweitert wurde, bei dem Synthies, Percussion, bei Ebay ersteigerte Glockenspiele und das happy Banjo eine gleich große Rolle spielen. Auf breitbeinige Rock-Gesten muss man natürlich trotzdem verzichten… Songtitel wie „For Your Love“, „Feel Good About It“ oder „Make No Plans“ verdeutlichen die sympathische “Komm ich heute nicht, komme ich morgen…” Slacker-Attitüde.
So gehen auf „Spark Large“ Indie und Pop eine heilige Allianz ein, die die lichten Momente von SIMON & GARFUNKEL und den BEACH BOYS zitiert, auf aktuelle Harmoniegetränkte Bands wie die FLEET FOXES verweist und das Ganze dann mit unterschwelliger nordischer Melancholie zu verknüpfen weiß, die so jede Beerdigung noch zum Jubelfeste werden lässt! Der Soundtrack zur nächsten Nick Hornby Verfilmung? Sicherlich! Ein weiteres sympathisches Qualitätsprodukt unserer skandinavischen Lebensretter!
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