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Artist: Tori Amos

Title: Abnormally Attracted To Sin

Label: Universal Republic

VÖ: 15.05.09

Musik

Tori Amos - Abnormally Attracted To Sin

Tori Amos - Abnormally Attracted To Sin

Die drei Sirenen des Rezensenten später Adoleszenz, natürlich verbunden mit leichter Liebelei: BJÖRK, HEATHER NOVA und natürlich TORI AMOS! Letztgenanntere hat es seit ihrem fantastischen Erstling “Little Earthquakes” jedoch als Einzige geschafft, immer in dessen Kopf präsent zu bleiben. Auch wenn viele Werke der letzten Jahre oft zu überambitioniert, ausufernd (auch auf „Abnormally Attracted To Sin“ gibt es wieder ganze 17 Tracks zu bestaunen!) und nicht unbedingt auf den Punkt kamen, zog die rote Zorra einen immer wieder in den Bann: zu einnehmend die Stimme, das Wesen, die Erinnerungen an bessere Zeiten… Aber auch an Madame Amos nagt der Zahn der Zeit, ansonsten lässt sich das doch arg gephotoshoppte Booklet kaum erklären (auch wenn die Bilder gewohnt geschmackvoll, lasziv, verführend und gleichzeitig extravagant sind!), aber das soll uns natürlich nicht weiter von wichtigeren Dingen abhalten, interessiert es doch vielmehr, inwieweit die Musikalität intakt geblieben ist. Und hier erscheint vieles in hellerem Schein, als es noch beim schizophrenen Vorgänger „American Doll Posse“ der Fall war!

„Best Of Tori“ könnte die Zusammenfassung des neuesten Streiches lauten, bündelt Myra Ellen Amos doch alle Trademarks der bisher erschienenen Werke auf dem ersten Album, nach dem Weggang von ihrer langjährigen Heimat Epic Records. Sei es echte Tori-Hits der Marke „Welcome To England“, „Ophelia“ oder „500 Miles“, einen orientalischen Kashmir-Trip a la „Strong Black Vine“ oder einen lupenreinen Streicher-Schmachter wie „Maybe California“, alles findet seinen Platz auf dem wunderbaren Album! Aber damit ist noch lange nicht Schluss: Prog-Pop mit verqueren Beats und rockigen Gitarren („Police Me“), Retro-Movie-Cabaret-Knaller („That Guy“) oder Beatlastige Blade Runner-Träumereien (der Titelsong! “Flavor”!) befinden sich auf der rundum gelungenen erneuerten Selbstfindung! Die Themen drehen sich weiterhin um Frauen, die Macht, die sie ausüben, Religion, den Sündenfall…

Aufgenommen natürlich wieder in Cornwall von ihrem Ehemann Mark Hawley, wieder einmal unterstützt von Matt Chamberlain (Pearl Jam, Fiona Apple, Peter Gabriel… seit „From The Choirgirl Hotel“ dabei) an den Drums & Loops, gibt es soundmäßig keine großen Überraschungen und alles bleibt beim gelungenen Alten!

„Abnormally Attracted To Sin“ ist Tori Amos unverfälscht, auf der Höhe ihrer Kunst und weiterhin unverzichtbar für die Musikwelt! „I know who you are, tales of longing sway, lost without a verse, hymns of swing lay low, “don’t go in if you are abnormally attracted to sin”. Tretet ein ihr Sünder und tuet Buße!

Tori Amos - Ophelia
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Rating:

★★★★☆

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