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Artist: State Cows

Title: State Cows

Label: Avenue of Allies

VÖ: 18.06.10

Written For: www.musik.terrorverlag.de


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Musik

STATE COWS – State Cows

STATE COWS – State Cows


Die Schweden, die machen einen fertig…
Da kommt eine Band aus Umea, der Hardcore-Hochburg schlechthin, hat neben drein einen gefällig-lustigen Punknamen, der sich STATE COWS schimpft und wirft passend dazu ein schräges Cover-Artwork in die Runde. Da sollte doch zumindest ein melodisches Punkcore-Album a la MILLENCOLIN unter der Haube stecken, oder!?
Aber wer wären denn die musikalischen schwedischen Tausendsassas, die es in diesem Land an jeder Straßenecke gibt, wenn man sich so einfach kategorisieren ließe?! Denn die STATE COWS machen etwas ganz anderes… und das machen sie unglaublich gut!

Daniel Andersson und Stefan Olofsson bilden das musikalische Rückrat der STATE COWS, die sich einer quasi ausgestorbenen Gattung des amerikanischen Soundkosmos widmen: dem locker-flockigen Westcoast-Pop!
Unter Zuhilfenahme diverser Gastmusiker haben die beiden ein dermaßen sonnendurchtränktes Stück Musik aufgenommen, dass man zwischendurch förmlich jubilieren möchte! Es zwitschert die trockene Produktionsweise der Achtziger, es tirilieren die Bläser, als wenn es nach „Sussudio“ keine Zeitrechnung gegeben hätte. Die Melodienführung kann magisches bewirken, lässt so AMERICA in Gedanken wiederauferstehen und CHICAGO keck um die Ecke linsen… Aber der größte Fixpunkt der Schweden sind Donald Fagen und Walter Becker, keine Frage. Die Produktion, die Arrangements, alles zitiert gerne und oft, die Eigenheiten von STEELY DAN. So wundert es nicht, dass Andersson und Olofsson bevor sie die STATE COWS ins Leben riefen, eine STEELY DAN – Tribut Band gründeten…

Die STATE COWS haben es mit ihrem selbst betitelten Album tatsächlich geschafft, den „End-Siebziger- / Anfang-Achtziger-Sound“ dermaßen punktgenau zu reproduzieren, dass man es tatsächlich als Re-Issue einstufen wollen würde. Dies ändert aber nichts an der eigenen Klasse des Albums und spricht eher für einen klassischen Fall von: „Mission accomplished!“ Denn nichts anderes wollten die beiden Protagonisten mit ihrem Album erreichen! Alle elf Nummern wirken wie einem Guss, es gibt keinen Ausfall, ein Album um es von vorne bis hinten zu genießen.
Amerikanischer können selbst die Amerikaner nicht klingen und der Freund des gepflegten Softrocks oder Schlaumeier-Pops jener Zeit, hat hier seinen heiligen Gral gefunden! Und obendrein einen treuen Begleiter durch laue Sommerabende (inklusive unter Laternen tanzen), für Cabriofahrten an malerischen Küstenabschnitten oder einfach nur zum abschalten und runterkommen! Schönes Ding!

Rating:

★★★★½

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