Artist: JENIFEREVER
Title: Spring Tides
Label: Monotreme/Cargo
VÖ: bereits erschienen
Written For: Legacy Magazine
Eine geballte Ladung Schönheit präsentiert uns das zurzeit recht umtriebige Label Monotreme in Gestalt der Band mit dem ebenfalls wohlklingenden Namen: JENIFEREVER. Die Schweden (Wie könnte es anders sein?!) legen mit ihrem zweiten Album ein langsames Tempo vor, steigern sich aber im Lauf der Spielzeit zu unermesslichen Höhen, die gleichzeitig undurchschaubare Tiefen besitzen. Das alte Laut-Leise-Spiel in neuer Perfektion, süchtig machend, ohnmächtig, pathetisch, gefühlvoll, verzweifelt dargebracht. Fein instrumentiert und produziert mit Klavier, Orgel, Hörnern und allerhand Gedöns. Geschlechtsunspezifisch vorgesungen, vorgesäuselt… So und nicht anders muss Postrock klingen. Das erinnert mal an The Appleseed Cast, mal an Oceansize, Mew sicherlich, an Sigur Rós unbedingt, eigentlich an alle skandinavischen Leisetreter, dennoch wohnt JENIFEREVER ein durchgehend eigener Zauber inne, der erkundet, erforscht und geliebt werden will. Pop-kompatible Laufzeiten kommen daher nicht in Frage, sechs Titel überschreiten locker die Sechs-Minuten Grenze… Alleine `Lives Apart` kann Leben retten und lässt den Zuhörer glückselig im Ohrensessel dahinschmelzen. Musik für Musikliebhaber, die im Moment wirklich allen Grund zur Freude haben, erscheint doch ein wunderbares Album nach dem anderen aus diesem Bereich. „Spring Tides“, der Frühling kann kommen, und er wird schön!
Jeniferever – Green Meadow Island
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