Artist: ALARMA MAN
Title: Love Forever
Label: Sinnbus/Rough Trade
VÖ: 13.08.2010
Autorin: Marion Müller-Klausch
Liebe und „labyrinth math core“ – wie das in Kombination so klingt? Nun ja, nicht gerade eingängig. Anstrengend, auch. Die Schweden ALARMA MAN sind jetzt nicht gerade eine dieser Bands, die einen sofort gefangen nehmen. Vielmehr: überfordern, einkesseln, umzingeln. Mit dreieinhalb-Minuten-Songs, die sich wie Halbstünder anfühlen. Unruhige Drums, Gitarrengewitter, Saitenzucken, dumpfes Bassgegrummel. Was den Hörer rettet, aus diesem Irrgarten? Niklas Fors, Sänger, Bassist. Seine Vocals legen sich über das Chaos, besänftigen es, zumindest ein wenig. „Love Forever“, ALARMA MANs Zweitwerk nach dem 2005er Debüt, nimmt sich acht Tracks lang Zeit, den Hörer in verfrickelte Songstrukturen zu verstricken. Doch anders als beim Vorgänger fehlt hier oftmals der Witz, der es dann doch rausreißt – ein bisschen zu ernsthaft ist das ganze geraten, zu bemüht und dabei oftmals etwas einfallslos. Wo bleibt der große Ausbruch, oder auch nur der kleine? Im Vergleich zu Überkrachern wie „Fell In Love With A Woman Twice My Size“ passiert in den neuen Songs – das melancholische, fast schon indie-angehauchte „Cabin In The Woods“ mal ausgenommen – einfach zu wenig. Es plätschert so dahin auf „Love Forever“ und irgendwann möchte man auch nur noch, dass man den Ausgang aus diesem Labyrinth endlich findet.
Alarma Man – Cabin In The Woods
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