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Artist: The Warriors

Title:See How You Are

Label: Victory / Soulfood

VÖ:18.02.11

Written For: www.musik.terrorverlag.de

Musik

The Warriors – See How You Are

The Warriors – See How You Are


“Warriors, come out to play-i-ay.” Wer muss nicht an diese denkwürdige Zeile aus Walter Hills gleichnamigen Klassiker denken, wenn es um die Middle-Old-School-Hardcoreler THE WARRIORS geht? Und alles rufen war nicht umsonst, auch wenn es letztendlich schlappe vier Jahre gedauert hat, bis der Nachfolger zu „A Genuine Sense Of Outrage“ in die Welt hinaus gekotzt wurde. Und was machen die WARRIORS ganz frech? Sie ignorieren nicht nur die letzten vier Jahre, sondern mal eben wieder mindestens die letzten fünfzehn!

„See How You Are“ fräst, bollert, grooved und rockt sich durch die Synapsen, als wäre es wieder Mitte der Neunziger. Mehr als einmal werden Erinnerungen an Götter wie SNAPCASE wach, dermaßen zielstrebig geben sich die Riffs. Fügt man dann noch den Ethos von RAGE AGAINST THE MACHINE oder DOWNSET, sowie den trockenen Sound HELMETs hinzu, so hat man eine mehr als ungefähre Ahnung, wie die Krieger sich durch die elf neuen Tracks moshen. Dabei schafft der Fünfer es unerklärlicherweise, aus eigentlich stumpfen Ideen und beschränkter Musikalität, wahre „Hau-den-Lukas-Monster“ zu erschaffen, die beim ersten Mal recht öde klingen, beim zweiten Mal aber schon beginnen, süchtig zu machen! Da wird das Dropped-D-Tuning zur Pflichtveranstaltung, der Bass hängt in den Kniekehlen und die Drumsticks verweilen mehr in der Luft, als auf der Snare. Schreihals Marshall Lichtenwaldt dirigiert mit heiserer Stimme die Gang-Shouts und gibt den angepissten Zeremonienmeister. Schön auch die transparente Produktion, die herrlich trocken aus den Lautsprechern wummert. What you hear is what you get, keine technischen Spielereien oder Overdubs sind auf „See How You Are“ auszumachen, fast wie einst bei den Produktionen eines Don Fury. Damit die Hardcore-Kids nicht gänzlich leer ausgehen, schreit PARKWAY DRIVE-Frontmann Winston McCall auch noch ein wenig herum, auch wenn dies eigentlich nicht weiter auffällt.

„See How You Are“ ist ein wahrlich gelungener Hass-Groove-Klumpen geworden, der die WARRIORS wieder zurück auf die Hardcore-Landkarte holt und endlich mit dem tollen Debüt „War Is Hell“ mithalten kann. Zwischendurch bringen Victory doch mal wieder Alben heraus, die nicht auf die eigene Historie pfeifen, dennoch sollten die Jungs über einen Wechsel zu Bridge 9 nachdenken, dort wären sie eigentlich besser aufgehoben. Mal sehen, wie lange es diesmal dauert, eine weitere halbe Stunde Pit-taugliches Material einzukloppen. Bis dahin wird „See How You Are“ aber sicherlich einige Male zum Frustabbau herhalten müssen! Um noch mal das filmische Meisterwerk zu zitieren: „You Warriors are good. Real good.“ „The best.“ Das kann man für den Moment mal so stehen lassen!

“The Warriors – The War Unseen”
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Rating:

★★★★☆

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