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Artist: Mother Of Mercy

Title: Symptoms Of The Universe

Label: Bridge 9 / Soulfood

VÖ: bereits erschienen

Written For: www.musik.terrorverlag.de

Musik

Mother Of Mercy – Symptoms Of The Universe

Mother Of Mercy – Symptoms Of The Universe


OK, Bridge 9 sind clever. Damit ihre unzähligen Highlights hell scheinen, muss auch mal etwas Durchschnitt unter dem eigenen Bandstall verteilt werden. Anders kann man nicht erklären, dass neben CRUEL HAND mit MOTHER OF MERCY neuerdings eine weitere Band unter Vertrag steht, die kaum Wegweisendes vorzuweisen mag. Aber wie man es dann auch drehen und wenden mag: richtig schlecht sind auch MOM letztendlich nicht…

Die Jungs aus Pennsylvania, dessen Name sicherlich dem gleichnamigen SAMHAIN-Song entsprungen ist, dreschen sich auf „Symptoms Of Existence“ durch eine knappe halbe Stunde metallischem Neunziger-Jahre-Hardcore, der an INTEGRITY und RINGWORM mehr als nur erinnert. Auch sind SWORN ENEMY und TERROR nicht weit vom Kriegsschauplatz entfernt, woran ANTHRAX und S.O.D. sicherlich auch nicht ganz unschuldig waren. Fast durchgehend im Midtempo gehalten, kotzt sich Frontmann Robert „Bob“ Taylor Wilson IV, schön monoton, wenn auch ehrlich angesäuert, durch die zehn Nummern. Das Drum und Bass-Fundament ist solide und sounddienlich, lediglich die thrash-geschulte Gitarre emanzipiert sich durch gelegentliche Leads und melodische Einschübe (man höre das Intro zu „Final Breath“). Freunde des Sounds werden an lebensbejahenden Nummern wie „World Of Pain“ sicherlich ihre Freude auf dem Tanzflur des Todes haben, denn die Attitüde, die hier aus jedem Ton zischt, lässt auf dringliche Live-Shows schließen. Wo wir bei den Stärken von MOTHER OF MERCY sind: Hier wird auf Trends geschissen, der Sound ist Breakdownfrei, Metalcore liegt in weiter Ferne… Die Wurzeln liegen in der Zeit, als Hardcore zumeist noch für Werte und nicht für schiefe Frisuren und Kopfbedeckungen mit Golddruck stand. Dementsprechend gelungen ist „Symptoms Of Universe“ für Verfechter dieser Lehre, nur einen Meilenstein wie die neue DEFEATER sollte man hier natürlich nicht erwarten. Mit dem einfachen, wenn auch einfallslosen, Wörtchen „solide“, lässt sich der zweite Longplayer des Fünfers sicherlich am treffendsten beschreiben.

Aber liebe Waschzettelschreiber, kleiner Nebengedanke: Wo, bitte schön, gibt es Parallelen zu den göttlichen ONLY LIVING WITNESS?! Nur weil „Drown“ ein entfernt an die Band erinnerndes Riff verwendet? So etwas schreibt man nicht, nur weil diese Band unter „Influences“ auf der MySpace-Seite gelistet ist, schließlich stehen dort auch HELMET und HANDSOME. Was, nichtsdestotrotz, natürlich auf einen guten Geschmack der Band hinweist… Wie natürlich auch die Shirt-Designs im CROWBAR-Style!

Mother of Mercy from KO Films on Vimeo.

Rating:

★★½☆☆

Deine Meinung:

Unerhört!Wenns denn sein mussSolide KostFast-KlassikerKlassiker
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Discussion

One comment for “Mother Of Mercy – Symptoms Of The Universe”

  1. Durchschnitt? Die machen halt nichts neues, aber dafür machen sie es gut! Wer die Band mal Live gesehen hat, weiß das übrigens auch zu schätzen. Auf rock-musik.ch gibt’s übrigens noch ein Interview mit denen, ganz witzig die Probleme mit dem Bandnamen. :D

    Posted by Rumms | September 30, 2011, 16:40

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