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Artist: Rumer

Title: Seasons Of My Soul

Label: Atlantic / Warner

VÖ: 25.02.11

Written For: www.musik.terrorverlag.de

Musik

Rumer – Seasons Of My Soul

Rumer – Seasons Of My Soul


Wenn gestandene Todes-Metaller ins Schwärmen geraten, das Debüt-Album “Seasons Of My Soul” als bestes nicht-metallisches Album bezeichnen, der geschmackssichere JOOLS HOLLAND aus dem Häuschen gerät und Neu-Papa ELTON JOHN voll der lobenden Worte ist, dann hat man es schon einmal mit einer Künstlerin zu tun, die über gehöriges Crossover-Potential verfügt. Und wenn man sich dieses besagte Album, welches nach fünfmonatiger Verspätung jetzt auch in unseren Gefilden erscheint, letztendlich anhört, so kann man nicht umhin, als frohlockend mit in den Jubelchor einzustimmen!

Und das Wunderbare ist: RUMER begeistert durch Seele, Können, Wärme und Emotion. Analoges Hochgefühl in kalten, digitalen Zeiten! Unaufgeregte Kompositionen, die durch einfache Schönheit begeistern, die wie gute alte Bekannte klingen, es aber nicht sind, denn fast alle Titel stammen ausschließlich aus der Feder der Künstlerin. Tief in den Siebzigern verwurzelt, tönen die Klänge sanft in die Ohren des Zuhörers. Und wie alle anderen Rezensenten muss man natürlich die CARPENTERS als Haupt Dreh- und Angelpunkt erwähnen, die Songs eines BURT BACHARACH (der sich RUMER umgehend zu Gesangs-Sessions einfliegen ließ) als Inspirationsquelle benennen, dennoch schafft es Sarah Joyce mühelos in diesen Zeiten beinahe einzigartig zu klingen. Die weiche Stimme der Sängerin mit pakistanischen Wurzeln, wird von einer herrlichen Produktion umrahmt, die zu keiner Zeit komprimiert wirkt oder mit hohen Tönen in den Ohren plärrt. Glockenspiel, Harmonika, Klavier, Mandoline, Flöte, Celli und Violinen fügen sich wohlklingend in den wattenen Sound ein, sorgen für die nötige Abwechslung zwischen den luftigen Up-Tempo Songs („Am I Forgiven“, „Saving Grace“) und den wunderbaren Seufzern („Slow“, „Blackbird“). Einen Ausfall gibt es in keinsterweise zu verzeichnen, „Seasons Of My Soul“ fließt von vorne bis hin zum Ende in einem einnehmenden Strom der Entspannung. Aber um es noch einmal zu verdeutlichen: Es geht hier nicht um Beliebigkeit, gar „Easy Listening“. RUMER schafft den Spagat zwischen Beruhigung und Aufmerksamkeit in Vollendung! Keine Gimmicks, kein Fashion-Geplärr, keine technoiden Spielereien! Alleine damit sorgt sie im „TIMBALAND-GUETTA“-Autotune-Overkill für Aufsehen und dankbare Ohren.

Wer elf (auf der deutschen Version werden sich zwei weitere Titel befinden, die auf der Rezi-UK-CD nicht gelistet sind) Songs zum Verlieben sucht und auf stilistische Borniertheit pfeift, der wird an „Seasons Of My Soul“ nicht vorbeikommen. Wer natürlich Blended Whiskey, anstatt Single Malt Whisky trinkt und Rotwein aus Plastikbechern kippt, wird weiterhin LADY GAGA und RIHANNA hören… Sei es Drum, alle Anderen haben die Platte zum Leben genießen. „In the forest of angels that’s where we laid you down. And I can hear you whisper as the first frost falls on the ground. You’re alive just be thankful for this time”. Hach!

“Rumer – Slow”
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★★★★★

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