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Artist: Wolves Like Us

Title: Late Love

Label: Prosthetic Records

VÖ: Bereits erschienen

Written For: www.musik.terrorverlag.de

Musik

Wolves Like Us – Late Love

Wolves Like Us – Late Love


Während momentan im Metal schon diverse Wölfe ihr Unwesen treiben (WOLF, POWERWOLF, DEATHWOLF etc.) bekommt der (im weitesten Sinne) Hardcore nun seinen kommenden Klassiker von einem ganzen Rudel namens WOLVES LIKE US spendiert. Und um den Begriff Klassiker wird man einfach nicht herumkommen, wenn man die euphorischen Reaktionen rund um den Erdball zur Kenntnis nimmt und die eigene Reaktion auf „Late Love“ hinzu addiert: Seit den seligen PLANES FOR MISTAKEN STARS hat keine Band den verzweifelten, aber straighten, Depri-Core dermaßen überzeugend auf Tonträger gebannt!

Den größten Anteil daran trägt sicherlich Sänger Lars Kristensen, der diesen kehligen, dreckigen, aber hoch melodiösen Vibe in seiner Stimme hat, die einen stantepede mehr als nur umgarnt. Dazu gesellt sich die abwechslungsreiche Rhythmussektion, die von doomigen Mid-Tempo-Grooves bis Mitt-Neunziger-Hardcore-Geschraube alles formidabel im Griff hat. Ach ja die seligen Neunziger: Auf „Sin After Sin“ wird nicht nur textlich der Begriff „QUICKSAND“ aufgegriffen, auch die Herangehensweise an das musikalische Grundgerüst lässt Erinnerungen an die Groove-Hardcore-Pioniere wach werden. Hinzu kommt die Sincereness der mittleren HOT WATER MUSIC und ein Spritzer schmutziger Stoner-Rock („Gone To Dust“) lässt die Mischung dann vollends eigenständig werden. Zur geschmacklichen Volloffensive passt es dann auch, dass die jenseitigen AFGHAN WHIGS mit „My Enemy“ zu Cover-Ehren kommen und dies im Album-Gesamtkontext nicht einmal auffällt…

Nun fragt man sich natürlich wie eine Band mit ihrem Debüt gleich so lebenserfahren, unerbittlich und überzeugend klingen kann. Nimmt man dann zur Kenntnis, dass die Wölfe aus Oslo kommen, wird einem zwar wieder einmal klar, dass die Skandinavier musikalisch immerzu hochwertige Musik abliefern, dennoch muss da noch etwas mehr dahinter stecken. Eine Erklärung ist sicherlich, dass die Beteiligten tatsächlich größtenteils die Neunziger mitgeprägt haben, da sie in solch illustren Krachmacher-Banden wie JR. EWING oder AMULET durch sämtliche Jugendzentren Europas getingelt sind. Verwundert bleibt man trotzdem, da WOLVES LIKE US von vorne bis hinten, durch und durch, amerikanisch klingen… Trotzdem bleibt es überraschend, das Prosthetic hier zugeschlagen haben, da WOLVES LIKE US doch ein wenig aus dem metallischen Grundschema des Labels herausfallen.

Als Fazit bleibt nur eines: WOLVES LIKE US bündeln alles, was lang gediente Hardcore-Hörer an dieser Musik einmal (oder noch immer) geliebt haben und werden neue Fans gleichermaßen schnell um sich scharen können. Denn „Late Love“ hat Seele und Charisma, eine dazu passende, tiefe, basslastige Produktion und Songs für die Ewigkeit. Eine späte Liebe wird dies sicherlich nicht, eher eine Hals-über-Kopf-Heirat in Las Vegas!!!

“Wolves Like Us – Deathless”
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