Meta

Artist: Polar Bear Club

Title: Clash Battle Guilt Pride

Label: Bridge 9 Records

VÖ: Bereits erschienen

Written For: www.musik.terrorverlag.de

Musik

POLAR BEAR CLUB – Clash Battle Guilt Pride

POLAR BEAR CLUB – Clash Battle Guilt Pride


“So I’m off into the sunset. A little more glasses than cape. I’ve gotta take my grab at something great. Heavier than carrying my name. And how much longer written on your face”. Dazu werden ein paar einsame Akkorde auf der Gitarre angeschlagen, die HOT WATER MUSIC Gedächtnisstimme von Jimmy Stadt erhebt sich bedächtig, nachdenklich, fordernd, gereift… So schnell kann man den perfekten Opener kreieren, der trotz aller Langsamkeit, die Aufmerksamkeit des Hörers erweckt und die Vorfreude auf das Kommende steigen lässt.

POLAR BEAR CLUB haben nach ihrem zweiten Longplayer Hamburg endlich gefangen genommen und cruisen jetzt auf der Straße der ewigen Themen der amerikanischen Songwritergarde, die gleich mal eben als Plattentitel (und Cover-Thema) annektiert worden sind. „Clash Battle Guilt Pride“ ist jetzt noch weniger juveniles Geschraddel, sondern noch mehr (Post-)Emo-Adult-Punk der feinen Sorte. Dazu passt es denn auch, dass sich die Band mittlerweile auf die großen Namen des sincere Punkrocks von anno dazumal beruft (RITES OF SPRING, EMBRACE et al.), wenn auch nur spirituell. Als Knöpfchendreher hat man passenderweise den elder statesman des Sounds an den Polarkreis geholt: Brian McTernan (der schon Bands wie TEXAS IS THE REASON, CIRCA SURVIVE oder FAIRWEATHER betreut und noch wichtiger bei den ewig unterschätzten ASHES Gitarre gespielt hat. Seine Position als Sänger von BATTERY mal außen vor gelassen…). Kurioserweise wirkt aber der Drum-Sound recht holprig und wenig passend abgemischt, da zu viel Hall auf der Snare firmiert. Da geht ein Jay Robbins irgendwie zielsicherer vor…

Das sind aber natürlich nur Kinkerlitzchen, die die Halbwertszeit des Albums aber keineswegs gefährdet, denn hier liegt die wahre Stärke von „Clash Battle Guilt Pride“. Die Kompositionen verfügen über genüg Catchiness (Ohhhs und Ahhhs, kleine, feine Gitarrenmelodien), um beim ersten Hören interessant zu sein, machen aber genug Schlenker und verfügen über ausreichend Tiefgang, um gerade auf der langen Strecke interessant zu bleiben. Songs wie „Screams In Caves“, „Religion On The Radio“ oder „I’ll Never Leave New York“ werden sicherlich zu Eckpfeilern kommender POLAR BEAR CLUB Konzerte. Dabei erfinden die New Yorker wieder einmal nichts neu, sind aber engagiert und glaubwürdig genug, um irgendwie nur nach sich selbst zu klingen… Wieder einmal eine sichere Nummer auf Bridge 9 und ein weiterer Beweis, dass dieser Sound wunderbarer Weise von genügend Bands, weiter am Leben erhalten wird. „Take the whole damn storyline and what it’s worth. Take every clash, battle, the guilt and pride and fill the verse.” Will do, will do!

“Polar Bear Club – Screams In Caves”
(Either JavaScript is not active or you are using an old version of Adobe Flash Player. Please install the newest Flash Player.)

Rating:

★★★★☆

Deine Meinung:

Unerhört!Wenns denn sein mussSolide KostFast-KlassikerKlassiker
Loading ... Loading …
  • Share/Bookmark

Discussion

No comments for “POLAR BEAR CLUB – Clash Battle Guilt Pride”

Post a comment

You must be logged in to post a comment.