„Anthemic Punk Rock“ ist ja so ne Sache: das kann ziemlich schnell ziemlich beliebig daherkommen. Die gleichen Melodien, die gleichen Ansagen, alles schon mal irgendwo gehört. BANQUETS gehen da schlauer ans Werk: musikalisch verspielt, textlich tief und dabei spielfreudig und alles andere als austauschbar.
Diese Franzosen! Jahrzehntelang auf der Landkarte des Rock’n’Roll eher rudimentär bis gar nicht vertreten und falls doch nur müde belächelt, dafür seit den Neunzigern im Elektrohimmel der ganz Großen, erklimmen sie jetzt Stück für Stück den Rockolymp. Phoenix haben vorgemacht wie’s geht und JAMAICA, zwei grundsympathische junge Herren aus le Paris, machen es nach. Dabei sind sie Indie, Elektro und Achtziger Rock in Personalunion. Also alles, nur: kein Reggae!
Liebe und „labyrinth math core“ – wie das in Kombination so klingt? Nun ja, nicht gerade eingängig. Anstrengend, auch. Die Schweden ALARMA MAN sind jetzt nicht gerade eine dieser Bands, die einen sofort gefangen nehmen. Vielmehr: überfordern, einkesseln, umzingeln.
„Familial“ ist Melancholie, Herzschmerz, Intimität am Anschlag. Wenn Musik so sein kann, warum dann viel zu oft anders?