Musik

Helmet – Seeing Eye Dog

Helmet – Seeing Eye Dog

Man muss es einmal positiv betrachten, durch den Umstand das „Seeing Eye Dog“ auf den Markt kommt, wird Page Hamilton weiterhin die alten Kracher live darbieten, schließlich kann das neue Album als Alibi betrachtet werden, weiterhin auf Tour zu gehen. An die ersten vier Alben reicht aber auch der neueste Longplayer nicht im Geringsten heran, auch wenn „Seein Eye Dog“ sicherlich gelungener als die letzten beiden Ergüsse ausgefallen ist. Zu zerfasert, zu wenig Biss, alles irgendwie gewollt, aber letztendlich nichts richtig hinbekommen.

Valient Thorr – Stranger

Valient Thorr – Stranger

Valient Himself, Eidan Thorr, Dr. Professor Nitewolf Strangees, Sadat Thorr, Lucian Thorr… Was sich liest, wie die Besetzungsliste eines Mash-Ups zwischen der Rocky Horror Picture Show und Conan der Barbar, sind in Halbwahrheit die momentanen Austauschschüler vom Stern VALIENT THORR, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, uns Erdenbürger mit einem dreckigen Bastard aus Punk, Metal und ROCK in die Knie zu zwingen…

Hellsongs – Minor Misdemeanors

Hellsongs – Minor Misdemeanors

Was beim ersten Mal also noch unerheblich erschien, wird jetzt auf „Minor Misdemeanors“ aber zum Problem. Der Drops ist gelutscht, das Konzept verankert, die Songauswahl schwieriger. Ein „Run To The Hills“ gibt es nur einmal, welche Hymnen bleiben da noch übrig. Und das sind nur die kleineren Stolpersteine, denn das weitaus Größere Problem ist das Fehlen von Madame Ohlsson, die anscheinend schnell bemerkt hat, dass das Konzept eine Künstler-Seele nicht auf ewig befriedigen kann.

Banquets – Nothing is fucked here

Banquets – Nothing is fucked here

„Anthemic Punk Rock“ ist ja so ne Sache: das kann ziemlich schnell ziemlich beliebig daherkommen. Die gleichen Melodien, die gleichen Ansagen, alles schon mal irgendwo gehört. BANQUETS gehen da schlauer ans Werk: musikalisch verspielt, textlich tief und dabei spielfreudig und alles andere als austauschbar.

Jamaica – No Problem

Jamaica – No Problem

Diese Franzosen! Jahrzehntelang auf der Landkarte des Rock’n’Roll eher rudimentär bis gar nicht vertreten und falls doch nur müde belächelt, dafür seit den Neunzigern im Elektrohimmel der ganz Großen, erklimmen sie jetzt Stück für Stück den Rockolymp. Phoenix haben vorgemacht wie’s geht und JAMAICA, zwei grundsympathische junge Herren aus le Paris, machen es nach. Dabei sind sie Indie, Elektro und Achtziger Rock in Personalunion. Also alles, nur: kein Reggae!